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Ampelkennzeichnung für Lebensmittel in Brüssel gekippt
16.03.2010 18:30
Axel Voss: Die Verbraucher können jetzt ohne eine Bevormundung selbst entscheiden
Bei den künftigen EU-Standards für die Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln ist eine Vorentscheidung gefallen. Der Gesundheits- und Umweltausschuss des Europaparlaments hat sich heute gegen die so genannte 'Ampel' ausgesprochen. "Die Ampel führt den Verbraucher in die Irre und ist wissenschaftlich nicht fundiert", sagte Axel Voss heute in Brüssel. "Es ist gut, dass sich das Konzept eines Nährwertkastens auf der Verpackung durchgesetzt hat. Ein solcher Kasten liefert mehr Informationen als eine Ampel und er überlässt dem Verbraucher die Bewertung selbst. Wir wollen eine Information und keine Bevormundung der Käufer", so Voss weiter.
In jedem Fall soll auf jedem Lebensmittel "im Hauptblickfeld der Verpackung" der Brennwert in Kilokalorien angegeben werden. Die Bezugsgröße hierfür soll 100 Gramm sein. Weitere Nährwertangaben über den Gehalt an Salz, Mineralien oder Vitaminen soll in einem separaten Nährwertkasten auf der Rückseite enthalten sein. Voss begrüßte, dass der Ausschuss unter Anleitung von Berichterstatterin Renate Sommer (CDU) von der Festlegung einer Mindestschriftgröße abgesehen und stattdessen die Lesbarkeit der Angaben definiert hat. Die Kommission wurde aufgefordert, verpflichtende Vorschriften zu erarbeiten.
Das Plenum des Parlaments wird voraussichtlich im Mai über den Vorschlag abstimmen. Danach soll mit den EU-Regierungen (Rat) eine Einigung über die künftige Verordnung erzielt werden.


