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Recht auf Meinungsfreiheit sollte zu einer Selbstverständlichkeit werden

08.02.2012 10:41

Axel Voss ist Pate eines inhaftierten iranischen Konvertiten

Mit der Übernahme der Patenschaft für den inhaftierten Konvertiten Behnam Irani setzt der CDU-Europaabgeordnete Axel Voss ein Zeichen für Menschenrechte. „Iranische Christen gehören ebenso zu unserer Gemeinschaft wie jene innerhalb Europas“, so Voss, „deswegen ist es umso wichtiger, dass wir sie auf dem Weg zu einem Leben frei von Unterdrückung unterstützen.“
Laut der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) hat sich die Situation für christliche Konvertiten im Iran nach der angeblichen Wiederwahl Mahmoud Ahmadinedschads am 12. Juni 2009, dramatisch verschärft.

Pastor Behnam Irani (*1960) ist mit einer armenischen Christin verheiratet und hat zwei kleine Kinder. 1992 konvertierte er zum Christentum und ist seit 2002 in einem Netzwerk von Hauskirchen im Iran als Pastor tätig. Deswegen wurde er 2008 zu 5 Jahren Haft und 2011 zu einem weiteren Jahr verurteilt, deren Verbüßung aus politischem Kalkül der Machthaber auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde. Das Urteil begründet das Strafmaß mit „Propaganda gegen das Regime“ und „Verbreitung christlichen Glaubens“. Am 31.5.2011 musste Pastor Irani seine einjährige Haftstrafe antreten – dies galt auch für die vormals ausgesetzte Strafe von 2008. Er verbüßt sie im Ghezal-Hesar-Gefängnis, wo er physisch und psychisch misshandelt wird.

Axel Voss würdigt Behnam Irani als einen mutigen Kämpfer für seine Überzeugungen: „Das Schicksal von Behnam Irani zeigt, unter welchen massiven Menschenrechtsverletzungen religiöse Minderheiten im Iran leiden müssen Er hat sich in bewundernswerter Weise trotz allem nicht von seinem Glauben abbringen lassen und die Repressalien und Bedrohungen seitens des Regimes ertragen“. Voss ist zutiefst bestürzt, dass auch im 21. Jahrhundert noch immer Menschen ihrer Religion wegen verfolgt und bedroht werden. Er fordert die internationale Gemeinschaft auf, dieser Problematik nicht den Rücken zu kehren und sich für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit einzusetzen.

Im Rahmen des IGFM-Patenschaftsprogramms engagieren sich prominente Politiker für politische Gefangene im Iran. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin betont: „Behnam Irani ist leider nur ein Fall unter vielen, die aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen im Iran in Haft sitzen. Viele von ihnen werden unter unmenschlichen Bedingungen gehalten – teilweise schlimmer als Tiere. Massive physische und psychische Gewalt ist an der Tagesordnung in iranischen Gefängnissen. Eine politische Patenschaft wie sie Axel Voss übernommen hat, gibt den verfolgten Regimegegnern internationale Aufmerksamkeit und damit Schutz“. Bisher engagieren sich u.a. die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, der CDU-Generalsekretär Herman Gröhe sowie der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments Dr. Hans-Gert Pöttering für das Patenschaftsprogramm der IGFM.

 

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